Projekte

Die Gemeinde Pullach hat seit 26. Oktober 1990 eine Partnerschaft mit dem Rayon und der Stadt Baryschiwka, wie mit der kreisfreien Stadt im Rayon, Beresan.
Seit 20 Jahren werden die Aktivitäten und Kontakte vom Partnerschaftenverein organisiert und durchgeführt in enger Abstimmung mit der Bürgermeisterin und der Gemeindeverwaltung, die entsprechende Unterstützung leistet.
Unsere partnerschaftlichen Beziehungen sind auf verschiedene jährliche Projekte und Sonderaktionen ausgerichtet.

Die Verantwortlichen in Pullach sind im sehr engen Kontakt mit unseren Partnern in der Ukraine. Auch dort ist die Partnerschaft durch einen Verein organisiert, aber unsere Beziehungen zur Verwaltungs- und politischen Ebene sind sehr eng. Wir wollen hören, mit was und wo wir die Entwicklungen in unserem Partnerrayon unterstützen und positiv beeinflussen können.

 

Druschba Besuche

Zu Gast bei Freunden sein,

auch heuer wieder das Motto für zehn Freunde und Förderer der Partnerschaft, die für fünf Tage Baryschiwka und Beresan besucht haben. So kam es zu einem Wiedersehen mit den Kindern, die in den letzten Jahren im Rahmen der alljährlich stattfindenden Kindereinladung für die Zeit in Pullach eine Familie gefunden hatten, oder den Erwachsenen, die Pullach besucht haben und zu Gast waren, oder die Ärzte, die sich sehr für das Medizinprojekt eingesetzt haben. Auch gint es viele Berührungspunkte mit der Pullacher Feuerwehr und es war rührend, wenn Antoli Semenenko, der von Anfang der Partnerschaft dabei war, mit dem kleinen Mädchen, die inzwischen selbst Mutter und Ehefrau geworden ist, zusammengetroffen ist.

Das Programm war, wie immer vielfältig. Ein Tag in Kiew mit Schifffahrt auf dem Dnepr, Rundgang in der Innenstadt mit einem neuen Steg, hoch über dem Dneprtal am Fuße des großen Freundschaftsbogen, den ja unsere zwei Gemeinden auch schon 29 Jahre gespannt haben. Abends konnten wir im Opernhaus das Ballett Schwanensee genießen mit phantastischen Tänzern bei wunderbarer Musik,

Der zweite Tag galt insbesondere der Stadt Beresan. Auf dem Weg machten wir bei unserem gemeinsamen Mahnmal und dem Kirchlein Stopp um Gedanken für den Frieden zwischen unseren Völkern, für die Ukraine und der Welt zu sprechen. Obligatorisch ist der Besuch im Museum mit der 97 jährigen Leiterin, die immer viel über Land und Leute zu sprechen weiß. Nachmittags zeigte uns die Chefin eines Betriebs mit über 1 Million Hühner und etwa gleich viel Eier täglich ihren Betrieb. Nur ein kleiner Teil der Eier bleibt in der Umgebung, der große Rest geht in den Export nach China, Iran, Irak und Türkei.                              In einem Kindergarten mit über 200 Kindern kamen wir gerade ungünstig, nämlich zur Schlafenszeit. Wir konnten uns aber von den vielen Möglichkeiten und Förderung ein Bild machen. Die Frau des letzten Präsidenten hat sich Inklusion in den Schulen zum Thema gemacht und hat für jede Schule zwei Räume mit der speziellen Einrichtung ausstatten lassen um den besonderen Förderbedarf für Kinder mit körperlicher oder geistiger Einschränkung abzudecken.

Alle Felder sind bestellt, neue landwirtschaftliche Betriebe entstehen, die alten sind alle aktiv. Die Menschen im Rayon haben Arbeit. In Baryshiwka hat sich ein internationale Firma Hatchtach angesiedelt, die in diesem Standort die Sattelaufleger für den Transport von Küken für den internationalen Markt baut. Die Tiere brauchen eine gewisse Wärme und Klima um den Transport gut zu überstehen, was für 72 Stunden mithilfe von batteriebetriebenen System gewährleistet werden kann.

Beim Besuch des Krankenhauses wurde klar, dass es noch viel Unterstützungsbedarf gibt um auf einen europäischen Standard zu kommen. Der Kreissaal ist auf jeden Fall gut ausgelastet, an dem Tag, an dem wir da waren, kamen zwei Babys zur Welt.

Zurzeit bekommt das Pflegeheim in Bakumivka eine Solarthermieanlage auf das Dach eines Versorgungsgebäudes um ausreichend warmes Wasser für die pflegebedürftigen Personen zu bekommen. Das Projekt wird vorwiegend über Nakopa finanziert und vom Partnerschaftenverein von deutscher Seite Herrn Dr. Heisel und ukrainischer Seite Herrn Humeniuk mit der Firma Atmosfera Management durchgeführt.

Natürlich begegneten wir vielen bekannten, aber auch neuen Personen, ein wirkliches Wiedersehen unter Freunden. Alle Reisenden waren beeindruckt von der Gastfreundschaft und kamen mit vielen positiven Eindrücken wohlbehalten wieder zurück. Alle möchten sich ganz herzlich bei unseren ukrainischen Freunden bedanken für diese gelungene Begegnung unter Freunden. 

Jugendaustausch
Im jährlichen Wechsel findet ein Besuch von deutsche und ukrainischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen statt.
Kindereinladung

Seit Beginn der Partnerschaft laden die Pullacher 20 Mädchen und Jungen aus den beiden Rayonen nach Pullach ein. Die Kinder erleben ein abwechslungsreiches Programm. Sie sind bei Familien aus Pullach und der Umgebung untergebracht und daraus haben sich über die Jahre Freundschaften entwickelt.

 

Kinder 2018

Freundschaftshilfe

Jährlich schickt der Verein ein bis zwei Freundschaftstransporte in die Ukraine. Wir leisten Unterstützung für die Krankenhäuser und Pflegeheim, Kindergärten und Schulen mit Einrichtungsgegenständen, wie Pflegebetten, Rollstühle, medizinische Geräte, Schultafeln, IT Ausstattung und vieles mehr. Leider ist es nach wie vor notwendig Kleidung und Schuhe für bedürftige Personen zu senden.

Lehreraustausch
Mit Hilfe von Spenden und Förderprogrammen organisiert der Verein einen Erfahrungsaustausch im Bildungsbereich.

Vier Schuldirektoren und zwei Schulräte aus Baryschiwka besuchen Pullach zum Erfahrungsaustausch

Im Rayon Baryschiwka gibt es 39 Dörfer mit 26 Schulen, darunter eine Reihe von Zwergschulen mit weniger als 10 Schülern, aber auch Gymnasien mit verschiedenen Zweigen. Der Aufwand für die Verwaltung der vielen Schulen ist sehr groß und verursacht erhebliche Kosten. Die Regierung in Kiew hat deshalb beschlossen, eine Schulreform durchzuführen. Dabei sollen auch die ukrainischen Schulen ihre Erfahrungen einbringen. Um Reformvorschläge machen zu können studierten unsere Gäste die Unterrichtsmethoden in der Pullacher Grund- und Mittelschule, sowie im Gymnasium. Diskutiert wurden die jeweiligen Lehrpläne, die Organisation des Schulbetriebs mit Schulwegsicherung, Mittagsverpflegung und Sicherheit im Schulhaus. Die Einführung von Gruppenarbeit statt des Frontalunterrichts wird auch in der Ukraine diskutiert. Wichtige Themen waren auch die Durchlässigkeit zwischen den Schultypen bis hin zum Gymnasium und die Finanzierung der Schulen durch Staat, Landkreis und Gemeinde.

Solarthermie

Momentan läuft eine Maßnahme, der Bau einer Solarthermie Anlage für die Warmwasserversorgung des Pflegeheims, das durch Nakopa zum großen Teil finanziert wird. Für nächstes Jahr soll ein größeres Projekt zur alternativen Energiegewinnung geplant werden, wenn die diesjährige Maßnahme nach den Regeln abgeschlossen werden kann.

Solarkollektoren im Altenheim Peremoga

Ein nachhaltiges Projekt konnten wir dieses Jahr mit unseren Partnern in der Ukraine abschließen. Im Altenheim Peremoga wurden Solarkollektoren installiert, um Warmwasser zu erzeugen. Das Altenheim braucht täglich mehrere Kubikmeter Warmwasser, insbesondere für die...

Pullacher Familien als Vermittler von Kultur

Pullacher Familien als Vermittler von Kultur

Wie seit 28 Jahren wird’s spannend in Pullach, zwanzig Gäste im Alter von 12 und 14 Jahren aus unserem Partnerrayon Baryschiwka/Beresan besuchen ihre deutschen Partner. Nach drei Tagen in den Bergen zum gegenseitig Kennenlernen und Erholen geht’s nach Pullach, wo die...