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Neuer Maibaum in Baryschiwka

Eigentlich sollte der Maibaum zum 30 jährigen Jubiläum 2020 aufgestellt werden. Dazu wollten die Pullacher Burschen letzte Hand anlegen und gemeinsam mit den Männern aus Baryschiwka die blaue Farbe streichen, die Schilder anbringen und gemeinsam aufstellen. Alles war vorbereitet, aber Corona machte einen Strich durch alle geplanten Aktionen. Ebenfalls wollten die Pullacher Feuerwehrkameraden das Jubiläumsgeschenk, ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug selbst nach Baryschiwka bringen. Auch das war nicht möglich. So wurde das Feuerwehrauto mit dem Tieflader in die Ukraine Ende des Jahres 2020 gefahren. Auch die Jubiläumsreise von 40 Pullachern zu unseren Freunden musste leider storniert werden.


Der erste Maibaum wurde zum 20 jährigen Jubiläum als Mittelpunkt einer Kreuzung von vier Straßen aufgestellt. Nach neun Jahren ist der Baum alt und morsch geworden, so war es an der Zeit, diesen Baum zu erneuern. Die Pullacher Burschen waren sofort bereit bei der Vorbereitung und Fertigstellung mit Rat und Tat den ukrainischen Männern zu helfen. So haben sie eine genaue Anleitung von der Fällung bis zum Streichen des Baums zusammengestellt. Selbst die richtige Farbe hat der Partnerschaftenverein in die Ukraine geschickt. Die Burschen hätte sich mit dem Madlverein es nicht nehmen lassen, bei einem bayerisches Maifest zu der Jubiläumsveranstaltung dabei zu sein und bayerische Bräuche unseren Freunden zu zeigen.

Leider können wir nicht absehen, wann Corona es zuläßt, dass wir wieder in die Ukraine reisen dürfen. So haben unsere Partner in eigener Regie Hand angelegt, den Baum entsprechend vorbereitet und mit der von Pullach geschenkten Drehleiter aufgestellt. Viele Freunde der Partnerschaft haben zusammen geholfen, wie Borys Skoryk, mein Vorstandskollege in der Ukraine, Volodymyr Humeniuk, der mit großen Einsatz den Baum gestrichen hat und Volodymyr Teslenko, den ehemaligen Leiter der Feuerwehr in Baryschiwka, ein Experte auf der Drehleiter, neben vielen anderen fleißigen Helfern.

Am 28. Mai dieses Jahres haben unsere Freunde ein kleines Fest zur Einweihung gefeiert. Aber alle warten, bis es wieder möglich ist zu reisen und wir gemeinsam unser Jubiläum feiern können.

Gedenken zum 8. Mai – Gruss aus Baryschiwka

LIEBE FREUNDE!

Am 8. Mai würdigt das ukrainische Volk zusammen mit der Weltgemeinschaft alle Opfer des Zweiten Weltkriegs, der blutigsten und brutalsten in der Geschichte der Menschheit. An diesem Tag in der Ukraine, wie in den meisten europäischen Ländern, feiert die Welt den Tag der Erinnerung und Versöhnung, den Tag der Erinnerung an jene Millionen Menschen, deren Leben durch globale Gewalt verkürzt wurde, Menschen aller Rassen und Nationen. Diejenigen, die an den Fronten, in den Schützengräben, während der Bombenanschläge starben, diejenigen, die sich in Gefangenschaft, Konzentrationslagern befanden oder einfach im Wirbelwind des Krieges verschwanden.

Wir ehren die Erinnerung an alle, die sich dem Sieg über den Nationalsozialismus näherten, die europäischen Länder von der nationalsozialistischen Besatzung befreiten und dem Nationalsozialismus zum Opfer fielen. Wir erinnern uns, dass der Angreifer durch gemeinsame Anstrengungen gestoppt wurde.      Wir teilen zuversichtlich die Meinung, dass komplexe internationale Probleme nicht mit Waffengewalt, Ultimaten, Aggressionen und Annexionen gelöst werden können.      Wir sind davon überzeugt, dass wir alle die Pflicht haben, den Frieden zu schätzen, ihn mit allen vernünftigen Mitteln kategorisch und kompromisslos zu verteidigen. Unser Gedächtnis ist ein Schutz vor solchen Katastrophen, die nie wieder passieren.Deshalb wünschen wir allen Bürgern Ihres Landes aufrichtig Frieden und Harmonie in der Familie, Glück und Wohlstand, Gottes Segen!

Mit Ehre und Respekt Baryshivka Dorfrat

Herzliche Ostergrüße von Volodymyr Humeniuk für Pullach

Grüße aus unserer Partnergemeinde möchte ich hier mit allen Pullachern teilen. Zur Information: das orthodoxe Osterfest findet dieses Jahr am 2.Mai 2021 statt.

Volodymyr Humeniuk hat folgenden Brief geschickt:

„Liebe Freunde, Kollegen, Partner!
Ich gratuliere euch herzlich zu den kommenden Ostern! In diesem Jahr feiert die ganze Welt wieder Ostern zu Hause. Die globale Pandemie hat alle persönlichen Treffen und Reisen unmöglich gemacht, aber unsere Pläne für 2020 werden im neuen Jahr schrittweise umgesetzt. Vielen Dank für eure Unterstützung und Zusammenarbeit. Unsere bewährte Freundschaft muss die Basis für eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft sein. Die Hauptsache ist, dass alle am Leben und gesund waren.
Ostern ist ein Feiertag der Einheit, Ehrlichkeit und Offenheit. Der stärkste Glaube ist der Glaube in unserem Herzen, nicht die Show. Ich wünsche euch Güte, Licht und Barmherzigkeit, in eure Herzen zu kommen. Ich wünsche euch, dass Freude, Wohlstand und Liebe in eure Häuser kommen.
Ich möchte, dass der lang erwartete Frieden in die Ukraine kommt, Menschen auf der ganzen Welt werden endlich ihre Schutzmasken abnehmen, und wir werden uns so bald wie möglich in Baryschiwka treffen, um unser dreißigjähriges Jubiläum der Freundschaft zu feiern, unter dem neuen „Mai-Baum“ in der Nähe von der traditionellen ukrainische und deutsche Blasmusik gespielt werden.
Ich wünsche allen Gesundheit, Gottes Gnade, und lass den Osterhasen großzügig mit Geschenken sein.
Herzliche Grüße aus Baryschiwka und Beresan.
Mit freundlichen Grüßen,
Volodymyr Humeniuk“

Viele Corona Kranke in Baryschiwka und Umgebung

Auch die Ukraine ist von Corona sehr betroffen und auch dort befürchtet man die dritte Welle. Die Infektionszahlen steigen.

Seit Oktober 2020 behandelt das Krankenhaus in Baryschiwka ausschließlich Patienten mit Covid Infektionen. Alle 110 Betten sind immer belegt, 75 Patienten haben Sauerstoffbedarf, fünf Schwerkranke liegen auf der Intensivstation.  Zum Nachweis der Viren wurde von der Regierung in Kiew ein modernes Gerät zum biochemischen Nachweis angeschafft. Ärzte und Pflegepersonal sind im Dauereinsatz und kümmern sich mit größter Sorgfalt und Aufmerksamkeit um die Kranken. Leider sterben auch in Baryschiwka Erkrankte, wie in der letzten Woche sechs an Corona.

Zurzeit sind in Baryschiwka Stadt 74 und in der Umgebung 121 Personen aktuell erkrankt. Insgesamt rechnet man im Großraum Baryschiwka mit 1980 Erkrankten, ohne Nachweis eines Tests, 1880 bestätigte Krankheitsfälle, davon sind 1655 Personen genesen und 20 Personen verstorben.

An öffentlichen Orten besteht in der Ukraine Maskenpflicht, Ausnahme im Freien. Erlaubt sind Kultur-, Sport- und religiöse Veranstaltungen unter der Voraussetzung, dass 50% der Plätze in den jeweiligen Räumen besetzt sind oder dass die Anzahl der Teilnehmer auf maximal 1 Person pro 4 Quadratmeter begrenzt ist. Restaurants dürfen von 7:00 Uhr bis Mitternacht geöffnet sein. Diese Regeln gelten bis voraussichtlich 30.04.2021.  Im Gebiet Baryschiwka verschärften die Verantwortlichen aufgrund der hohen Infektionszahlen momentan bis Ende März deutlich die staatlichen Regeln.

Zurzeit lernen alle Klassen im Distanzunterricht. Viele Lehrer sind krank. Vorschuleinrichtungen und Kulturveranstaltungen sind geschlossen.

Es gibt Vermutungen, dass bei jedem zweiten Ukrainer/in Antikörper auf Covid 19 nachgewiesen werden können.

Auch in der Ukraine werden seit 26. Februar die ersten Impfungen durchgeführt mit den Impfstoff von Astra Zeneca. Als erstes hat man in Baryschiwka 20 Mitarbeiter des Krankenhauses geimpft, die direkt mit Corona Erkrankten arbeiten. Am 11. März wurden weiteres medizinisches Personal, Apotheker, Sozialarbeiter, Lehrer und Erzieher und systemrelevante Personen geimpft. Leider ist die Akzeptanz der Impfung in der Bevölkerung eher skeptisch, auch wenn Halyna Buniak, die Leiterin des Krankenhauses, als einzige wirksame Therapie gegen diese Pandemie für die Impfung Werbung macht.

Wir alle, in Baryschiwka, Beresan und Pullach hoffen auf mehr Impfstoff, dass wir die Chance haben, uns wieder zu treffen. Ich möchte mich bei unseren Freunden, Halyna Buniak, und der Journalistin Alina Basenko für die Informationen und bei Vasylyna Trypolska für die Übersetzung und Übermittlung bedanken.

Termine

Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen.

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Vertragsunterzeichnung1990

Der Rat der Gemeinde Pullach im Isartal fasste am 30. Januar 1990 einen weitreichenden Beschluss: Er beauftragte die Verwaltung, mit entsprechenden Stellen vorbereitende Gespräche zur Aufnahme einer Partnerschaft mit einer sowjetischen Kommune zu führen. Diese Gespräche führte der damalige Bürgermeister Ludwig Weber, zusammen mit einer interfraktionellen Delegation des Gemeinderats. Die Gespräche führten dazu, dass bereits am 26. Oktober des gleichen Jahres mit einem Festakt im Pullacher Rathaus ein Freundschaftsvertrag mit dem Rayon (Landkreis) Baryschiwka, etwa 70 km östlich von Kiew gelegen, unterzeichnet werden konnte.