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Wir trauern um Renate Seidel

Wir trauern um Renate Seidel

Am 13.03.2020 ist Frau Renate Seidel verstorben.
Frau Renate Seidel hat sich seit Gründung der Partnerschaft mit Baryschiwka und Beresan, gerade in den ersten Jahren unermüdlich eingesetzt.
Durch viele Begegnungen in Baryschiwka und Beresan wirkte Frau Seidel als Bindeglied zwischen den Völkern. Mit vielen Personen pflegte Frau Seidel ein freundschaftliches Verhältnis. Sie hat den Pullachern die Begeisterung  und das Verständnis für unsere Partner besonders in den Jahren der Entwicklung bis zu Ihrem Rückzug aus gesundheitlichen Gründen, näher gebracht. In den ersten Jahren unterstützte Frau Seidel alle Aufenthalte, egal von offiziellen Personen oder der Kindergruppe. So hat Frau Seidel durch den Auftritt der Tanz- und Musikgruppe Prolisok die ukrainische Kultur in Pullach eingeführt. Sie organisierte zwei Auftritte dieser sehr bekannten Gruppe, einen noch in der Turnhalle der Mittelschule und einem im damals neu erbauten Bürgerhaus.
Besonders möchte ich die medizinische Hilfe, die das Ehepaar Seidel für die Kliniken in Baryschiwka und Beresan geleistet hat, erwähnen. Viele Geräte, die heute noch im Einsatz sind, wurden mit Ihrer Unterstützung besorgt und in die Ukraine gebracht.

Die Vorstandschaft trauert um Frau Renate Seidel, der so viel für die Partnerschaft mit Baryschiwka und Beresan geleistet hat und werden sie in ehrender Erinnerung behalten.
Der Partnerschaftenverein Pullach, sowie der Partnerschaftenverein Baryschiwka und Beresan verliert eine gute Fördererin und Freundin.

Mit stillem Gruß

Otto Horak

Verschoben – Jahresversammlung mit Neuwahl 2020

Um der Verbreitung des Coronavirus entgegen zu wirken verschieben auch wir unsere Vereinsveranstaltungen. Sowohl die Jahres-Vereinsversammlung, ursprünglich für den 25.3.2020 angekündigt, als auch die vorbereitende Vorstandssitzung 19.3.2020 werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Das Bürgerhaus Pullach stellt seinen Betrieb ab Montag 16.3.2020 vorerst ein. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bürgerhauses.

Solarkollektoren im Altenheim Peremoga

Ein nachhaltiges Projekt konnten wir dieses Jahr mit unseren Partnern in der Ukraine abschließen.
Im Altenheim Peremoga wurden Solarkollektoren installiert, um Warmwasser zu erzeugen. Das Altenheim braucht täglich mehrere Kubikmeter Warmwasser, insbesondere für die Hygiene der Bewohner, zum Waschen der Bettwäsche und der Berufskleidung der Pflegekräfte und zum Spülen in der Küche. Bisher wurde das Wasser rein elektrisch aufgeheizt, was sehr teuer und auch umweltschädlich ist. Durch die Installation der Solarkollektoren kann jetzt im Sommer der komplette Bedarf an Wasseranwärmung durch Sonnenenergie aufgebracht
 werden, im Winter immer noch ein großer Teil. Die Anlage ging im August 2019 in Betrieb und arbeitet seither störungsfrei.

Michael Heisel hat das Projekt vom Partnerschaftenverein erfolgreich geleitet und zum Abschluss gebracht!

Medizinischer Dialog mit ukrainischen und deutschen Experten

Mit dem vier tägigen Expertengespräch in Pullach endete das Medizinprojekt, das zwei Jahre lang mit Hospitationen ukrainischer Ärzte in verschiedenen Kliniken und vier Expertengesprächen von den Partnerschaftenvereinen in Pullach und Baryschiwka/ Beresan organisiert wurden.

2019 gab der Geldgeber Engagement Global, einer Organisation des Bundesministeriums für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit den Austausch der Kommunen als Schwerpunkt vor. So standen Themen, die den Ablauf in den Kliniken, die zukünftige Ausrichtung, die Digitalisierung in den Krankenhäusern, aber auch das gemeinsame Auftreten und Verhandeln der Ärzte und Krankenhäuser im Vordergrund.

Auf der Wunschliste unserer Partner fanden wir verschiedene medizinische Themen, die Operationstechniken mit dem Lapraskop betrafen, die auch im Hintergrund behandelt wurden. In der Ukraine, wie bei uns ein heißes Thema, wie umgehen mit einem Behandlungsfehler, wer und wie wird ein Behandlungsfehler nachgewiesen, was passiert dann. HIV ist nach wie vor ein Thema, das beide Länder betrifft. Heutzutage kann die Immunschwächekrankheit deutlich besser behandelt werden. Ganz neu und aktuell werden Medikamente bereits präventiv eingesetzt.

An einem Tag stellten die Klinikchefs der beiden Krankenhäuser im Rayon Baryschiwka ihre Häuser vor. Der kaufmännische Direktor der Klinik in Agatharied, das aus dem Verbund von vier Kliniken vor 20 Jahren gebaut wurde, berichtete von seinen Erfahrungen. Das Krankenhaus wird nach einer langen Diskussions- und Planungsphase von der Bevölkerung sehr gut angenommen und macht Medizin auf sehr hohen Level. Davon konnten sich sechs Ärzte bei einer Hospitation im Mai überzeugen. Ein ukrainisch stämmiger Arzt arbeitet in Agatharied als Anästhesist. Er stellt den Studienweg zum Arzt und weiter zum Facharzt, sowie die Verdienst und Aufstiegsmöglichkeiten vor. Kurz angeschnitten wurde die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin, wie sie momentan bei uns praktiziert wird. Aus den Zahlen, wie auch den Leistungs- und Behandlungsangebot wäre aus der deutschen Sichtweise ein Zusammenschluss der beiden Krankenhäuser für die Zukunft anzustreben, sinnvoll.

Besuch im Landratsamt

Ein Tag war die Gruppe von zehn Personen, darunter der Leiter des Rayons, Volodymyr Humeniuk, der Vorstandsvorsitzende des Partnerschaftenvereins in Baryschiwka und Beresan, Borys Skoryk, die Chefärzte der Kliniken Halyna Buniak und Volodymyr Lutsenko, wie Vertreter der übergeordneten Oblast Klinik, im Gesundheitsamt des Landratsamtes am Mariahilfplatz eingeladen.Dort konnte man erkennen, dass die Themen in den Ländern ähnlich sind, wenn es um speziell die Masern Impfung geht und die Folgen eines Masernausbruchs in einer Kindereinrichtung. Wieder ging es um HIV, diesmal speziell um die anonyme Testung und Aufklärung. Auch der Ausbruch von Tuberkulose und anderen schweren Infektionen wurde besprochen. Am späten Nachmittag spazierten die Gäste über die Auer Dult und fanden einen Stand mit chirurgischen Instrumenten.

Auch durfte die Gruppe den neu gebauten und eingerichteten Operationstrakt im Helios Amper Klinikum in Dachau besichtigen.

Barbara Kammerer-Fischer und Otto Horak bedanken sich ganz herzlich bei allen Referenten bedanken, die mit Ihren Vortrag die gewünschten Themen behandelt haben. Das große Interesse war an den vielen Fragen zu ersehen.

Am Donnerstag, 24.10.19 nach dem Abschlussgespräch kehrten alle wieder mit vielen Eindrücken und Know how zurück in die Ukraine.

Barbara Kammerer-Fischer und Otto Horak

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Vertragsunterzeichnung1990

Der Rat der Gemeinde Pullach im Isartal fasste am 30. Januar 1990 einen weitreichenden Beschluss: Er beauftragte die Verwaltung, mit entsprechenden Stellen vorbereitende Gespräche zur Aufnahme einer Partnerschaft mit einer sowjetischen Kommune zu führen. Diese Gespräche führte der damalige Bürgermeister Ludwig Weber, zusammen mit einer interfraktionellen Delegation des Gemeinderats. Die Gespräche führten dazu, dass bereits am 26. Oktober des gleichen Jahres mit einem Festakt im Pullacher Rathaus ein Freundschaftsvertrag mit dem Rayon (Landkreis) Baryschiwka, etwa 70 km östlich von Kiew gelegen, unterzeichnet werden konnte.